Gut wenn sich Kompetenzen ergänzen
Von manchen weiß man gar nicht dass man sie hat, bzw das so etwas einen Namen hat. Zum größten Teil beziehen sich die Kompetenzen - 4 an der Zahl - auf eigene Verhaltensweisen und den sozialen Umgang mit anderen Leuten.
Die Schlüsselqualifikationen unterteilen sich in 4 Kompetenzen:
1.) Fachliche Kompetenz
Bezieht sich auf Einsichten, Fertigkeiten und Fähigkeiten die erforderlich sind Pflegekonzepte - angepasst an die jeweilige Situation des Pflegebedürftigen - anzuwenden.
Nicht so kryptisch gesagt, gehört dazu die Erfassung der Pflegesituation durch gezielte Beobachtung, sowie die fach- und sachgerechte Durchführung von Pflegemaßnahmen. Das Wissen, oder Werkzeug zu haben, dass man braucht im Alltag
2.) Methodische Kompetenz
Beschreibt die Fähigkeit in speziellen Situationen die Art und Weise des Vorgehens anpassen zu können.
Das heißt in aller erster Linie, die Fähigkeit eine Pflegeplanung zu erstellen, die Pflege durchzuführen und danach auszuwerten, sprich evaluieren.
Man muss also in der Lage sein Informationen einzuholen und zu verarbeiten, Entscheidungen zu treffen und Prioritäten setzen zu können, sowie Probleme gezielt und systematisch bearbeiten zu können.
3.) Sozial-kommunikative Kompetenz
Zielfertigkeit ist es, das der Pflegende in der Lage ist, sich in den Pflegebedürftigen (Patienten) hineinzuversetzen und die Welt aus seiner Perspektive sehen und verstehen kann. Ein anderes Ziel ist es, das der Pflegende zur Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen und dem eigenen Team fähig ist.
Zur Arbeit in diesem Bereich zählt die Beratung und Anleitung. Aber auch viel Arbeit an sich selbst steht auf dem Plan: das Erlernen der eigenen Verhaltensweisen in Konfliktsituationen, das Erlernen von Kritik- und Argumentationsfähigkeit
zu guter Letzt:
4.) Personale Kompetenz
Alles dreht sich um sich selbst: Die Fähigkeit und Bereitschaft zur Reflexion der eigenen Person, des eigenen Handelns, der eigenen Einstellungen.
Die Bereitschaft zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, das Verantwortungsbewusstsein fürs eigene Tun.
Die Bereitschaft zur Aktualisierung des eigenen Wissenstandes.
Was man tun muss dafür: Zu Fort- und Weiterbildungen gehen, Lernen wie man sich vor psychischen und physischen Belastungen schützen kann. Wissen/lernen wie man die Balance zwischen Nähe und Distanz finden kann.
Im Idealfall sollte der Pflegende doch in allen Kompetenzen recht gut sein, im Regelfall mangelt es aber entweder an fachlicher und methodischer Kompetenz oder - was leider häufiger ist, wie ich das Gefühl habe - an sozialer und personaler Kompetenz.
Ich würde mich persönlich glaube ich in allen Kompetenzen als recht gut, oder gar nicht mal so schlecht einordnen... aber wer täte das nicht
Jobaussichten?
Ein hoch auf die Neuropädiatrie in Heidelberg!
Einziges Manko: Zu wenig Personal für einen riesen Haufen von Arbeit. Aber auch das lässt sich bewerkstelligen wenn man Spaß bei der Arbeit hat.
Sicherlich bin ich nicht perfekt und kann alles, aber ich geben mir größte Mühe das richtig zu machen, was ich kann, oder was ich zumindest anpacke.
Kann mir jemand sagen, wo ich mich als GKIKP (Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin) für nächstes Jahr bewerben kann? Einen Job der nicht im Krankenhaus ist? Ich habe die Illusion, dass die Arbeitsbedingungen ausserhalb eines Klinikums irgendwie besser sind.... Aber vielleicht ist das auch nur Wunschdenken.
Personalterrorismus via Klinikchef...
Rausgekommen bin ich abends, ohne Pause und mit Überstunden. Am ersten Tag. Ob das ein Zeichen für Personalmangel ist? Wer sagt überhaupt wieviel Personal einer Station zusteht? Der klinikchef, die PDL? Ich weiß es jedenfalls nicht. Ich weiß nur das da mindestens einer zu wenig schafft.
Ich wurde am Abend erst mal in den Überstunden - Dienstplan eingeführt. Wie man den führt, in welcher Farbe man welche Überstunde oder mangelnde Pause einträgt. Ich glaube ich sollte das auf meinen Anleitebogen draufschreiben
Auf jedenfall hab ich jetzt Muskelkater im Gluteus maximus (der große Popomuskel). Irgendwo in einer Stehpause hab ich mir meine zwei mitgebrachten Brötchen reingestopft, wofür ich schätzungsweise 2 minuten Zeit hatte, aber sonst wäre ich wohl umgefallen.
Aber hey, trotz dem Stress hatte ich ne Anleitung. Vielleicht hat der Station der Umzug echt gut getan. Weil vor einem Jahr noch, wollte niemand freiwiliig auf Station 1, als sie noch in der alten Kinderklinik war, weil des so schrecklich dort wäre. Auch ich hatte mich etwas vor dem Einsatz gefürchtet, da ich doch so zart besaitet bin
Mal sehen wie's heute wird, heute ist dann auch meine eigentlich Anleitung im Hause und sogar in der selben Schicht, ich bin begeistert.
ver.di und der Warnstreik
worum gehts?
Ver.di und die Angestellten der Uniklinika Freiburg, Ulm, Tübingen und Heidelberg fordern mehr Geld. 350 € mehr für Examinierte Kräfte und 160€ mehr für die Azubis.
Desweiteren fordern 'wir' eine bessere Ausbildungsqualität, unter anderem durch mehr Praxisanleiter auf Station und die Freistellung zur Anleitung eben dieser.
Das Ganze soll bitte noch in einem Tarifvertrag festgehalten werden.
Die Arbeitgeber sagen Nein. Was auch sonst? Es koste zuviel und die Ausbildungsqualität sei ja super. Der Vorschlag der Arbeitgeber: Unverbindliche Arbeitsgruppen aber kein Tarifvertrag. Das hat Heidelberg schon seit ca 2 Jahren. Und was tat sich? Nichts.
Also fordern wir weiter. Wir streiken weiter. Der Auftakt war auch erst letzte Woche Freitag in Freiburg. Wir waren da. Und auch heute waren wir beim Wanrstreik. Nächste Woche kommt der nächste.
Clown?!
Es verhält sich viel eher so, dass ich meine Klappe einfach nicht halten kann. Ich spreche öfter laut aus was ich denke, bisweilen auch ein wenig zu laut. Ich habe nunmal meine eigene Meinung zu den Dingen, die ich mir von niemandem nehmen lassen will.
Und manchmal habe ich mir dann auch schon gedacht: "Oops, das hätte ich jetzt nicht sagen sollen"
Oder ich weiß schon vorher, dass es für meine weitere Karriere nicht gerade förderlich ist. Aber hey! Scheiß drauf! Wenn die Leute nicht damit umgehen können, dass ich ehrlich bin, möchte ich auch nicht mit denen zusammenarbeiten.
Klappe halten macht aber anscheinend auch keinen Sinn:
Auf der Station 5 im FKN Neckargemünd, durfte ich mir, dann nämlich anhören: "Du guckst immer nur, und man weiß nicht, ob es angekommen ist. nun sag doch mal was!"
Tja, wenn ich sagen würde was ich ehrlich dazu zu sagen hätte, wird mir ganz fix angekreuzt: Einsatz nicht bestanden. Also wenn ich meine Meinung sage ist es nicht recht, weil sie oft zu wahrheitsgemäß ist, und nicht jeder kann die Wahrheit vertragen. Wenn ich nichts sage, wird dass so aufgefasst als wäre ich doof, und kriege nix mit, und is auch nicht recht.
Was wollt ihr denn?! Soll ich euch Maoam mitbringen?!
Ich bekomme, regelmäßig in meinen Bögen angekreidet, dass ich meine Meinung nicht sachlich vertreten kann. Was so aber nicht stimmt. Die Wahrheit tut euch nur weh. Ich bin sehr wohl in der Lage meine Meinung sachlich zu vertreten, wenn ich das will.
Auf Station 5 zum Bleistift sah ich, dass dann aber auch nicht immer ein, da man mir ja auch nicht unbedingt sachlich was mitteilte....
Wenn du mir dumm kommst kann ich das auch!
Ach das nervt mich.
Was soll ich denn bitte machen? Die Klappe halten, oder meine Meinung sagen. Entscheidet euch endlich mal, und überlegt euch vorher ob ihr mit Wahrheit umgehen könnt, oder ob ihr lieber alles hintenrum erfahrt.
An dieser Stelle sage ich Danke Station 5 aus dem Fachkrankenhaus Neckargemünd, dass ihr so ehrlich wahrt, und ich alles hintenrum erfahre, was ihr so für Halbwahrheiten an den Mann ranschwätzt. Ihr habt keine Ahnung, was bei unsere Prüfungen und KU's abläuft, aber besitzt allen ernstes die Frechheit zu behaupten, dass man an der Uniklinik HD nix lernt und alles viel zu einfach ist?
Ihr behauptet, die Schüler suchen Zwischenexamenskinder selbst aus? Lieber Michel wenn du das liest: DU hast die Kinder ausgesucht!
Also halt die Klappe und erzähl keinen Mist!
*aufreg*
Endlager Alter
Ich bin gerade soeben, im Altersheim eingesetzt. Politisch korrekt: Pflege- und Altenheim. Naja.
Die Wahl der Schule traf auf das St. Hedwig in Handschuhsheim.
Die Leute dort sind echt sehr sehr nett. Also die Kollegen auf Zeit die ich dort kennenlerne. Die kümmern sich auch ehrlich liebevoll. Mir scheint ich bin in einem der besseren Heime Heidelbergs gelandet.
Die Arbeit mit den Senioren dort... Nun ja. Es ist viel Pflege: von den 30 Bewohnern sind 3 oder 4 noch klar im Kopf, und brauchen einfach ein wenig Hilfe im Alltag. Sonst sitzen viele von ihnen den Tag über im Speisesaal, singen vor sich hin, oder rufen irgendetwas. Es ist anstrengend. Nicht nur körperlich.
Es ähnelt vom Aufbau her irgendwie einer Jugendherberge. Viele haben ihr eigenes Zimmer, aber es gibt auch einige Doppelzimmer. Die meisten müssen morgends gewaschen und vielen muss das Essen angereicht werden.
Dank des Pflegenotstandes, der dort richtig krass zum Vorschein trifft - gerade deshalb, weil die Bewohner nicht soviel Besuch bekommen, wie beispielsweise die Kinder in der Klinik - wirkt das Heim auf mich einfach nur wie ein Endlager.
Die Arbeit dort macht mich traurig. Es ist im Prinzip einfach nur Endlager in dem die Bewohner auf ihren Tod warten. Ich möchte nie in ein solches Altenheim. Ich will auch nicht dass meine Eltern in sowas ihre letzten Tage oder Jahre fristen müssen. Da hol ich doch lieber ne polnische Schwarzarbeiterin nach Hause, die dort wohnen darf und etwas Geld bekommt, dafür dass sie sich um jemanden kümmert. Alles, wirklich alles ist besser als zum Ende des Lebens in einer Wartehalle zu landen, die sich mit der Aufschrift "Heim" tarnt.
Es ist alles mögliche diese Einrichtung, aber eines ganz bestimmt nicht: Irgendwas was die Alten und Pflegebedürftigen dort ihr Heim nennen könnten.
Let's have a surgery!
"Das is die Katharina von der Kinderkrankepflegeschule, die daf jez ma 2 Wochen zusehen und nebenbei bringen wir ihr noch ein bisschen Springer bei"
Diesen Satz gibt es ca 8x täglich zu hören wenn mich eine der OTA's (Operationstechnischen Assistenten) irgendwelchen anderen grünen Männchen vorstellt.
Schon allein das macht es einem so leicht und viel Freude dort zu arbeiten. Man ist auf einmal kein Mensch zweiter Klasse mehr, nur weil man Schülerin ist.
Das is da oben wie ein eigenes kleines Universum. Man tritt in die Chirurgische Klinik ein und verschwindet dann für die nächsten 8 Stunden vom Erdboden. Ab in den dritten Stock zu den Umkleiden.
Man kennt sich und wenn nicht stellt man sich g'schwend vor.
Dort ist auch der Aufenthaltsraum der OP-Menschen. Einer für Raucher, einer für Nichtraucher. Wasserspender mit kaltem klarem Wasser... Still oder mit Blubber?!
Die haben eine eigene Küchenfee, die mit belegten Brötchen versucht Geld zu verdienen. Und großer Suppentopf für umsonst.
Ab in den zweiten Stock. Das OP-Land.
Linker Flur: Herz, Gefäße.
Rechter Flur: Bauch, Unfall, Kinder
jeder noch so kleine Stern in diesem Planetensystem hat seine feste Aufgabe. Der Springer ist unsteril und reicht dem Instrumentierendem sterilen lauter Sachen an.
Der reicht sie den Ärzten an.
Die Anästhesie übergibt an das OP-Team.
Hammer koordination und alle bleiben nett im Stress.
Liegt es an der Koordination der Arbeit?
Sind die Leute mit einer konkreten Aufgabenstellung zufriedener?
Macht es das Leben einfacher alles zu koordinieren?
Würde es den Schwestern so mancher Station leichter von der Hand gehen, wenn sie genau wüssten was ihr Aufgabengebiet ist. Wenn sie sich keine Gedanken darum machen müssen, ob sie überflüssig sind.
Sind Schwestern gar nicht Über- oder Unterfordert sondern haben nur Existenzangst und werden deshalb mit zunehmendem Alter immer unausstehlicher?!
Man kommt ja nicht auf die Welt und ist ein cerbraler Flatus... oder doch?
Ich will nach Canada, weil da is keiner da.
Ich will dahin:
Und daran arbeite ich nun schon seit ca einem Jahr. Erst musste ich die Schule überzeugen und das klar machen. Damit ging ein halbes Jahr ins Land. Die Herstellung des Reisepasses beanspruchte 4 Wochen. Ohne den kein Visumantrag. Der läuft jetzt endlich.
Schule sagte ich brauche eine Haftpflicht. Ich mich hingesetzt und gesucht wie eine Irre um dann letztendlich von der Schule einen Zettel zu kriegen mit den Worten, da kriegen sie das her alles kein problem. Aber erst vorgeben keine Ahnung zu haben.
Oh ne Haftpflichtkann die gute DAme in Canada nur die Hälfte an Programm für mich klar machen, weil in Canada nichts ohne Berufshaftpflicht geht.
Auch das läuft jetzt. Witzigerweise schreibe ich die Briefe und die Menschen der Versicherung schreiben meinem Paps ne Mail, er solle mir doch bitte ausrichten dass da noch Unterlagen fehlen. Also darf ich noch zum Briefkasten und das einschmeißen.
Dann hab ich heute Post von der Embassy ... der dingsbums.... eh... Botschaft bekommen. Ich freute mich schon voll, bois ich anfing mir den englischen Text durchzulesen: Ich brauche ein ärtzliches Attest dass ich gesund nach Canada geh, sonst bekomme ich kein Visum.
Costa quanta: 160 Euro....
Ich rechne zusammen:
40 € für Passfotos
36 € Reisepass
15€ polizeiliches Führungszeugnis
95 € Programmgebühr fürs Visum
60 € für die Haftpflicht
160 € für den Doktor
und das alles wo ich noch nich ma weiß ob ich überhaupt ein Visum gestattet bekomme.
Ich rede mir jetzt ein dass ich eines bekommen würde, wenn das Medical Report positiv ausfällt, weil sie mich sonst eh schon abgelehnt hätten.
Wermutstropfen: die 95 Euro Programmgebühr bekomme ich zurückerstattet, wenn ich kein Visum erhalte.
Ich werde es noch schaffen dahin zu kommen. 26.6 is Abflugdatum. Soll die Bürokratie doch machen was sie will. Es nervt.
Die neue Kinderklinik
Im der alten Krehlklinik vergaß man die Besucherklos, was man an der Eröffnungsfeier merkte, als der erste aufs Klo wollte. Bei der neuen Krehl vergaß man die Leichenkammer.
Und bei der Kinderklinik gab es einen Wasserrohrbruch, den keiner bemerkte, weswegen jetzt das komplette erste Stockwerk verschimmelt ist.
Wie die Rhein-Neckar-Zeitung titulierte: Die neue Kinderklinik, die Perle im Neuenheimerfeld.
Mit dem Schimmel ist es wohl eher die Black Pearl.
Erziehung. Done by professionals, or under the supervision of professionals....
Im Stationsalltag zeigt sich dann folgendes Bild: Krankes Kind, noch verplantere Eltern, die sich auf die Finger geguckt fühlen, und versuchen sich das nicht anmerken zu lassen. Das man dauernd nach den Ausscheidung und der Einfuhr des Kindes fragt macht es da - glaube ich - nicht wirklich besser.
Hinter den geschlossenen Türen des Stationszimmers hört man dann die perfekten ausgefeilten mehrfach ausgetesten Erziehungsratschläge 25-jähriger Kinderkrankenschwestern die noch nie die Gelegenheit hatten IHRE Erziehung in freier Wildbahn zu testen, weil sie noch nicht ma den richtigen Kerl für die Produktion ihrer kleinen Alter-Egos haben.
Alles ein wenig Schizophren und daneben. Aber so läuft es wohl einfach. Ich geh jetzt lernen, das ist bestimmt produktiver wie die Ausarbeitung des perfekten Erziehungsstils. Den es nicht gibt, wie wir wissen, weil es auch nicht das perfekte Kind gibt. Zum Glück.
Wie war das mit dem Essen und dem Kotzen?
Naja... fangen wir anders an. Donnerstag. Ein Tag wie jeder andere. Zu Dienstbeginn teilen wir uns ein, ich bekomme drei Kinder. Eigentlich nicht übermäßiog stressige. Das eine weinte dauernd, aber das lag m.E. daran dass keines der Elternteile anwesend war und die andern beidne waren erst Abends anwesend. Ich wurde zugeschüttet mit Aufträgen von allen Seiten. Kam dann im Endeffekt nich wirklich viel dazu mich um meine eigenen Sachen zu kümmern. Hab mir irgendwann dann tierisch aufgeregt. Weil am Ende schrie mein Kind dann nur noch, ich wusste nich mehr was ich machen sollte, sollte stattdessen ein andere weinendes Kind betreuen mit dem ich eigentlich nix zu tun hatte, nebenher ein Bett beziehen und meine andern drei Kinder betreuen und schreiben und Abendrunde. Und nich zu vergessen zwei Zimmer ausräumen und putzen und die Müllrunde. Stress und Laune ahoi!
Mir wurde dann zu Dienstende immer schlechter, durfte dann während der Übergabe noch ein Kind fütter, wo ich dachte ich kotz das Kind gleich an. Naja kam dann um neun raus, draussen wartete Mara... Ich hab mich dann bei ihr im Wohnheim aufs Bett gelegt, weil mir jede weitere Fortbewegung als unsäglich ekelerregend vorkam und hab mich nur bewegt wenn ich ma ganz fix aufs Klo musste. Wie die Wunderheilung es so will: Einen Tag krank gleich gehts wieder auf zur Arbeit zur Spätschicht... also jetzt eigetnlich.
Gesetze und Paragraphen
1. Führen der Berufsbezeichnung §1
2. Vorraussetzung für die Erteilung der Erlaubnis §2
Absatz 1-2
3. Ausbildungsziel §3
4. Dauer + Struktur der Ausbildung §4 + §8
5. Vorraussetzung für den Zugang der Ausbildung §5
6. Anrechnung von Fehlzeiten §7
7. Ausbildungsvertrag §9
8. Pflichten des Trägers der Ausbildung §10
9. Pflichten der Schülerin + des Schülers §11
10. Ausbildungsvergütung §12
11. Probezeit §13
12. Ende des Ausbildungsverhältnisses §14
13. Kündigung des Ausbildungsverhältnisses
§15
Diplomatie vs. Ehrlichkeit
Zunächst einmal das sachlich-faktisch dem einfach so ist, wer auch immer das versucht subjektiv zu betrachten:
Ich hatte meinen Hospitations- oder auch Anleiteeinsatz in der Kinderklinik. Ging von Montag bis heute und war auf der Station H12 (H steht sinnigerweise für Hochhaus, oder sowas..). Jetzt gibts eine Woche Schule und dann kommt der erste *richtige* Einsatz.... auf eben dieser Station. Wozu die Hospitation dann gut war? Sowas ist gedacht, zum kennenlernen der Station, der Klinik, des Personals, der Strukturen und dem Tagesablauf der Station. Und vielleicht auch noch der Krankheitsbilder.
Kommen wir nun zum subjektiven Teil der Beschreibung. Aufegeteilt in zwei Bereiche, die in der Überschrift schon ersichtlich werden, also nutzt euer Hirn.
Offensichtlich scheint das Stationsteam überfordert, wenn es vor die Aufgabe gestellt wird, mehr als eine Erstkurs-Schülerin anzuleiten wenn das examinierte Personal sich auf kleinergleich 3 beläuft. Alle scheinen etwas verwirrt darüber, dass einem das Wissen nicht zufliegt, sondern dass man die Schülerinnen für ihre zukünftigen Tätigkeiten eh...... anleiten?! sollte.
vs.
Wäre ich die letzten 5 Tage zu Hause geblieben, und hätte mir "Hallo, Onkel Doc!" angeschaut, dann hätte ich mehr über Pflege gelernt und wäre jetzt nicht so gefrustet.
Jeden weiteren Kommentar spare ich mir und der Welt, weil es verletzend werden könnte....
Entschuldigung, mir kam etwas Kotze hoch.
Dienstausweise abholen im Neuenheimer Feld. Ne Stunde totschlagen. Zurück zu Schule. Erfahren wir sollen in einer Stunde in der Medizinischen Klinik sein. Im Neuenheimer Feld - MEINE FRESSE! Haste das vorher nich gewusst oder was?
Werden wir halt noch nässer, die Socken sind eh schon durch. Eine Stunde totschlagen. Noch ne Stunde totschlagen, weil wir dort auf ner "Rauchfrei" - Verantstaltung sind. 12:30 gehts dann weiter am Rathaus. Die Stadtführung muss auch deinem Pisswetter durchgezogen werden. Super.... Stadtgeschichte... Ebert's Geburtshaus, Studentenkarzer. Klasse Sache.
sag mir: WOZU - bin ich heute aufgestanden?!
noch sieben Tage Schule. Dann Einsatz.
Es kommt darauf an, so zu tun
Sei es was es wolle. Ob es gerade darum geht im Unterricht nicht unangenehm aufzufallen, oder für andere attraktiv zu sein, oder zu werden.
Außer Psychopathen möchte niemand unangenehm auffallen. Man versucht sich anzupassen. Die einen können es besser und die anderen sollten versuchen nicht aufzufallen.
Ich kann und mag mich nur schwer anpassen. Finde meine Persönlichkeitsstruktur an sich nicht die schlechteste.
Somit begründet sich der angestrengte Versuch nicht aufzufallen. Sich ruhig zu verhalten. Schwer genug bei quälender Langeweile gepaart mit chronisch-pathologischer Unruhe.
Die anderen versuchen durch Rückhaltung von Informationen und das Hervorheben anderer, ein attraktives Bild seiner selbst zu erzeugen. Alles nur, um die Sympathie anderer zu erlangen.
So wird es für den Mensch, die Gesellschaft, mich und dich immer wieder von Nöten so zu tun, als sei man interessiert, als sei man eigentlich jemand anderes, nur um dritten zu gefallen.
Also sitze ich hier, schreib an sinnentleerten Texten, starre apathisch nach vorn, nur um mich nicht in unangenehmer Art und Weise von der restlichen Masse der 24 abzuheben. Fühle mich schrecklich eingeschränkt dabei. Aber hey! Immer am Wahlspruch der Firma festklammer:
ICH WERDE DAFÜR BEZAHLT!
Und unten durch bin ich eh schon. Weit genug unten um nicht mehr aufsteigen zu können, aber immerhin kann ich auch nicht mehr weiter ab steigen. Und wieder arbeite ich nur für mein Ego °_0
Ich habe mir einen wunderschönen Beruf ausgesucht
Und ausserdem bin ich an Europas bester Schule für Kinderkrankenpflege. Was zunächst einmal nicht so schwer ist, denn in den meisten europäischen Ländern gibt es den Beruf der Kinderkrankenschwester nicht. Und in Deutschland gibts jetzt auch nicht Schulen wie Sand am Meer. Aber wie dem auch sei. Heidelberg ist schön, die Schule ist schön. Nächstes Jahr ziehen wir mit um in die neue Kinderklinik. Und der Beruf ist natürlich auch nicht der schlechteste. Deswegen mache ich ja auch die Ausbildung.
1000ende warten gespannt - was kommt dann?
1.) Aufgaben und Tätigkeiten der Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen
2.) Arbeitsfelder für examinierte Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen
3.) Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/inGib mir mehr!
Let's reanimate!
Normalerweise passiert da nix bei. Der Puls kann ma ein bisschen verrückt spielen aber sonst nix aufregendes.
Der Patient von gestern allerdings bekam laut den geäußerten Vermutungen wohl einen Herzinfarkt oder eine Thrombose (Ein Blutpropf bleibt in den Blutgefäßen hängen, es kommt kein Blut mehr hindurch... naja nicht gut jedenfalls). Große Hektik.
Das Rea-Team wurde per Telefon gerufen, lediglich mit den Worten: "Station Ackermann, Zimmer 10" Es hat wirklich keine Minute gedauert bis zwei Männekens durch die Tür gejappst kamen. Der Dritte war innerhalb 5 Minuten da, weil er mit dem Aufzug einen riesigen Container durch die Gegend schieben musste.
Beruhigend zu Wissen, dass die so schnell da sind. Auf dem Weg auf Kardio-Intensiv wurde er immer noch beatmet und wohl nochmals reanimiert.
Heut muss ich ma fragen was aus ihm geworden ist.
Am Sonntagabend ist eine Patientin verstorben. Se hingegeben hatte in der Kurve ein "DNR" stehen. DNR wie "Do not reanimate". Komischer Tag war das gestern. Nervenaufreiben irgendwie.
* Er ist 24 Stunden später verstorben.
Wenn der Tod schon wartet
Es ist wirklich komisch. Aber nicht bedückend. Nicht dass mich jemand falsch versteht.
Streikland Deutschland
Dann ham wa die Ambulanzen mehr und mehr bestreikt. Notfälle wurden immer behandelt. Sind ja schliesslich Notfälle, und der Rest wurde auf Donnerstage und Freitage verteilt. Hammer der Streik. Patienten kennen es ohnehin nicht anders, dass sie ewigst warten müssen. Da wird es ihnen wohl auch kaum auffallen dass sie jetzt ne halbe Stunde länger warten müssen.
Was die Woche ablief ging schon eher Richtung anständiger Streik. Eine ganze Woche lang nur mit Notdienstplan. Die Ärzte wechseln sich also die gesamte Woche mit dem Streiken ab. Unsere Psychiatriepatienten bekommen es zu spüren. Keine Termine diese Woche in den verschiedenen Ambulanzen. Traurig. Naja aber man kann sich auch als Notfall durchschmuggeln. Das Pflegepersonal (bei uns) weigert sich die Aufgaben der Ärzte zu übernehmen. Sie sehen die langfristigen Folgen verraus. Im Gegensatz zur unsolidarischen Arbeitsgruppe der Ärzte. Die an ihrer 60-Stunde Woche irgendwie doch selbst schuld is. Macht nix was nich in euerm Vertrag steht. Man wird es auf ewig von euch verlangen. Und mehr.
Naja aber deswegen streikt ihr jetzt ja. Gelitten haben in diesem Falle die Patienten auf den geschlossenen Akutstationen. Wir haben 4 freie Betten. Die Akutstationen laufen über. Und die sind in Heidelberg nun wirklich nich schön. Aber wir haben Aufnahmestopp. Entlastung für das Pflegepersonal. Eine Zumutung für den Patienten dem es viel zu gut für die Geschlossene geht. Aber auch viel zu gut, als dass er entlassen werden könnte.
Und was bringts? Nix. Wochenlange Streiks und kein Zentimeter Bewegung. Einfach nur LOL. Armselig irgendwie. Aber naja. Macht mal, vielleicht hamwa bis Ende des Jahres en paar Tote mehr durch die Streiks und auch ein Voranschreiten der Verhandlungen. Viel Glück ihr Anfänger
Jetzt is aber Ramba-Zamba oder was?!
Hm nett die Kinderkrankenpflegeschule lädt mich zu einem +persönlichen+ Auswahlgespräch ein... dummerweise in meinem Urlaub, aber zum Glück verbring ich den ja um die Ecke.
Hm der andere verwirrt mich. Hatte mir die Krankenpflegeschule nich schon eine Absage geschickt? Naja scheint wohl nich so ordentlich aufgeräumt zu sein da drin. Sie laden mich zum Auswahlverfahren ein... ich gehöre zum engeren Kreis. Und nen Aufsatz soll ich au noch schreiben... urks. Kann ich sowas?
Aber is doh witzig. Da schreibt man 20+ Bewerbungen und kriegt keine anständige Rückmeldung von den meisten. Und jetzt hab ich innerhalb von wenigen Tagen 3 Vorstellungs und Auswahlgespräche... Hui-Buh würd ich da ma sagen.. Hui-Buh! Wenn das so weitergeht hab ich am Ende noch die Auswahl wo ich nach dem FSJ arbeiten tute.
Ich fang mal an meinen Aufsatz zu schreiben: "Es sollte dem Staat erlaubt sein, Verdächtigen z.B. möglichen Kinderschändern Gewalt anzutun, um wichtige Informationen über den Aufenthaltsort des Kindes zu bekommen." Genau meine Kragenweite das Thema ^^ ole!
MEIN HIRN TANZT SAMBA!!!!