Baby, Melancholy

Hansen Band - 18. Stock

Und hier im 18. Stock
Mein Herz ein Stahlband
Und mein Kopf soll ein Steinbruch sein
Und was für ein Geschrei
Und sie sind alle gekommen

Ein Glauben an alles
Ein Schuss in die Luft
Und einer der schreit, immer gewusst
Und was man verdient, ist nicht was man bekommt
Willkommen an der Front

Und irgendwas klingelt
Jeder ist wichtig
Alle beisammen, alle nur ich nicht
Ein Händedruck, ich will, dass du weisst
Ich weiss wie du heisst

Und sehen wo man bleibt
Und bleiben wo man kann
Und deine ziemlich kleine Lüge
Gegen eine großes Verlangen
Nach Luft und Licht und so

(x2)
Ein Glauben an alles
Ein Schuss in die Luft
Und einer der schreit, immer gewusst
Und was man verdient, ist nicht was man bekommt
Willkommen an der Front

Und irgendwas klingelt
Jeder ist wichtig
Alle beisammen, alle nur ich nicht
Ein Händedruck, ich will, dass du weisst
Ich weiss wie du heisst

Und solltest du mich suchen und nicht wissen wo ich bin
Du findest mich ab jetzt immer drin

Und einer der kommt für einen der geht
Und oh ja, ich weiss es ist spät
Und kurz vor der letzten Applaus
Bring mich nachhaus.


Es wäre schön, wenn man mir von Zeit zu Zeit etwas Vertrauen schenken würde, dass auch ich ab und an mal weiß was ich für richtig und gut halte.

Auskultation, Perkussion, Palpation

Auskultation - Abhören. Abhören der inneren Werte. Der inneren Gedanken.
Perkussion - Abklopfen. Abklopfen dieser Gedanken. Wesentliches heraus arbeiten.
Palpation - Abtasten. Abtasten der wesentlichen. Prüfung von Größe, Konsistenz und Stabilität der anfänglichen Werte + Gedanken.
Es ist der verzweifelte Versuch herauszufinden, welche Konsistenz udn Kontinuität diese Gedanken haben werden. Das gefährliche Halbwissen, das einem glauben macht all die unsinnigen Theorien seien standhaft. Und im Endeffekt bleibst du doch hängen beim Abhören der Gedanken, beim weiterspinnen - verrückt machen. Nicht zu wissen, was man angerichtet hat. Die quälende Frage: Was habe ich getan? Welche Konsequenz wird es haben. Der Versuch für sich selbst alleine herauszufinden was geschehen ist.
Und während ich versuche mir selbst zu überreden, mir selbst Mut zu machen den Gegenüber einfach zu fragen, was vorgefallen ist, falle ich zurück. Rutsche ab an den glitschigen Wänden des Brunnens an dessen Grund ich sitze. Suchend nach Möglichkeiten dort hinaus zu kommen, ohne die Hand zu erreichen. Vielleicht ohne sie zu sehen. Denn oben scheint die Sonne. Und alles was wir sehen ist ein gelißend helles Licht und schwarze Punkte die sich bewegen. Geblendet von der eigentlichen Ähnlichkeit anderer Menschen.
Und immer noch sitze ich unterhalb, scheue mich nach der helfenden Hand der simplen Frage zu greifen.
"Und was nun?!"

Sowas geht kaddatieren im Unterricht durch den Kopf wenn sie leicht übermüdet sind und sich gelangweilt Zeug anhören müssen, dass schon dreimal vorgekaut und lieblos ausgespuckt wurde. Um was es eigentlich ging ist mir im Nachhinein nicht mehr so klar. Klar hingegen ist, wenn ich das so durchlese, dass man es dann doch auf's reell bestehende Leben anwenden könnte, wenn man denn wollte.