Sasse & die wilden 13 [2]
Ich berichtete zu Beginn des Jahres davon, dass ich Post vom Anwalt bekam. Ich beauftragte im Weiteren einen eigenen Anwalt, des sich dann postalisch mit den Herren und Damen dort oben im fernen Hamburg auseinandersetzte
Erfreulicherweise kam nun am Wochenende, der hoffentlich finale Brief meines Anwaltes: Ich könne ihm jetzt getrost Geld für seine Dienste überweisen, da sich die feinen Anwälte aus dem Norden nicht mehr gemeldet haben und somit könne der Fall als erledigt betrachtet werden.
Tschakka! Punkt für mich =)
Nackte Füße

Warum?
Schuhe sind irgendwie unnatürlich. Im Schulsport versuchte man mir zu erklären, dass man sich als Läufer über den gesamten Fuß abrollt. Die Ferse setzt auf, die Bewegung verläuft über den Ballen und endet an den Zehenspitzen. Wer versucht diese Bewegungsweise zu befolgen, sobald er keine Schuhe mehr anhat, wird ziemlich schnell merken: Das tut weh.
Die Erschütterungen beginnen in der Ferse, setzen sich übers Schienbein fort, durchbeben das Knie, erschüttern den Rücken und hämmern im Kopf.
Irgendwas kann da nicht stimmen in der Logik.
Wenn ich Barfuss laufe setzt in der Regel der ganze Fuß auf und dann rollt er ab, über den Fußballen und Zehenspitzen. Kein Beben, keine Erschütterungen, kein hämmern im Kopf.
Nur an den Füßen tust weh nach einer Weile. Zu wenig Hornhaut. Aber dass soll sich ja ändern in naher Zukunft.
Aber die Denkweise scheint sich zu ändern. Immer mehr "natural running" und "Barfuss-Schuhe" schwemmen den Markt. Arschteuer und in schicken Blinkerfarben. Ich find grelle Blinkerfarben an Schuhen ja ganz toll, viele andere wünschen sich dann doch eher seriösere Farben. Und vor allem bezahlbare Treter. Hätte mir die Tage auch gerne welche gekauft, einfach aus purer Neugier. Aber 120 Euro für ein paar Sportschuhe ist einfach zu viel.
Spannend wie sich die Körperhaltung ändert und wieviel bewusster man geht, sobald die Schuhe weg sind...
(das alles ändert nichts an meiner Vorliebe für tolle Sneakers)
Ungarn
* Teurer Sprit
* viel grün
* viel warm
* Nette Leute
* guter Langos
* und auch schlechter Langos

Lord of the Dance
Massenmedien vs. Netzwerke
Es ist grundsätzlich von Vorteil, wenn die Studienbriefe (die Vorlesung einer Fernstudentin) immer auf dem aktuellsten Stand der gesellschaftlich-technischen Entwicklung ist
* entnommen aus einem Studienbrief (Kurs 3408) der Fernuni Hagen des Moduls "Sozialpsychologie"
Kurioses aus dem Supermarkt [1]
Ich gehe mehrmals die Woche einkaufen,. Meist beschränkt sich die Auswahl des Supermarktes auf die 3 umliegenden, die am nächsten gelegen sind. Soll heißen: Ich befinde mich mehrmals in der Woche in ein und demselben Supermarkt, der mit Produkten zum "Ja-Sagen" wirbt.
Soweit keine Besonderheit, alles so wie es sich vermutlich bei den allermeisten Endkonsumenten verhält.
Bekanntlicherweise schwankt die Qualität des Kundenservices stark von Angestellter zu Angestellter und manchmal auch Tagesformabhängig. Auch das ist keine bahnbrechende Neuigkeit. Kennen wir solche Umstände doch meistens auch bei unsrerem eigenen Arbeitsplatz und manchmal auch von uns selbst, vor allem wenn es um die Tagesform geht.
Nun zur eigentlichen Angelegenheit:
In besagtem umschriebenen Supermarkt meine "Vertrauens" gibt es eine Dame, bei der ich mich nie und nimmer an die Kasse anstelle, ausser da steht kein einziger und die anderen sind belegt. Dann überlege ich mir das nochmal. Aber diese Dame geht mir so auf den Geist, dass ich es kaum richtig beschreiben kann was mich stört. Probieren wir es mal so: Sie ist ein Hohlbrot.
Jedesmal wenn ich mit Karte zahle, moniert sie dass sie nicht unterschrieben ist. Okay, das stört viele Damen und Herren des Einzel- und Großhandels und sie halten mir auch fleißig einen Stift vor die Nase, wenn ich denen erkläre, dass ich das mit Absicht tue und es kein Gesetz gibt (zumindest keines, dass ich kenne) welche mich dazu verpflichtet zu unterschreibene. Soweit so gut, alles kein Thema, auch ihr fällt dann irgendwann ein, dass ich zusätzlich meinen Personalausweis vorzeigen müsse. Auf das Thema Personalausweis komme ich gleich nochmal zurück.
Auch bekommt sie jedes einzelne Mal beinahe nervöse Zukungen und wird ganz unruhig, wenn ich alkoholische Dinge oder gar Zigaretten käuflich erwerben möchte. Dann braucht sie ja natürlich auch meinen Personalausweis. Und hier fängt der "Spaß" erst richtig an. Jetzt ist sie nämlich völlig verwirrt.
Auf dem Personalausweis ist - wie es eben üblich und gesetzlich vorgeschrieben ist - ein hässlichen Portraitfoto von mir, auf dem ich Todkrank, unzufrieden und völlig unfreundlich aussehe, da steht mein Vor- und Zunahme, mein Geschlecht (für die ganz genauen) und Geburtsdatum. Ausserdem noch ein paar andere Dinge, die hier jetzt irrelevant sind.
Ich stehe da also mit Alkohol, oder Plastikgeld und oder beidem und meinem Personalausweise (egal ob Sommer oder Winter, also egal ob dick angezogen oder gerademal ein T-Shirt an) und sie starrt den Ausweis an, starrt mich an und jedes Mal der gleiche Spruch: "Sie können aber nicht mit der Karte ihrere Freundin bezahlen" Oh nein, einmal merkte sie an: "Du kannst doch nicht mit der Karte deiner Mutter bezahlen"
Wenn ich das so erzähle, klingt das irgendwie lustig, aber dreimal pro Woche, mit ein und derselben Person, ein und dieselbe Diskussion zu führen ist nicht lustig. Auf der Arbeit werde ich dafür wenigstens bezahlt, aber HimmelHerrGott, die Frau ist nicht meine Patientin. Soviel Dummheit muss man erstmal ertragen können.
Jedenfalls meide ich diese Dame und konsultiere ihre "Fähigkeiten" nur im alleräußersten Ausnahemzustand. Aber auch nur dann wenn ich Bargeld mit mir führe und keine 16+ Artikel kaufen möchte.
Grenzüberschreitung
Im Parkour geht es darum, den effizientesten Weg von A nach B zu finden. Ich weiß schon gar nicht mehr wie oft ich diese Basis-Definition genutzt habe. Unzählige Male. Manchmal reicht das schon, weil die Leute gar nicht wirklich interessiert sind. Kennen sie nicht, brauchen sie nicht, denken man hat einen Knall. Thema abgehakt.
Aber es geht bei Le Parkour auch um andere Dinge. Es gibt physische Anteile - Stichwort: Kraft, Propriozeption - und auch mentale Anteile - Stichwort: Wille, Überwindung
Es geht auch darum seine eigenen Grenzen auszuloten. Wer die nicht kennt, wird sich sehr schnell weh tun.
Es geht auch darum, die Mauern und Hindernisse die einem "im Weg stehen" kreativ zu nutzen. Und das lässt sich auch wunderbar auf alle anderen Lebenslagen anwenden. Hindernisse, Begrenzungen nicht einfach nur hinnehmen, sondern damit arbeiten.
In meinem Kopf schwirrt da so eine Idee. So eine von diesen unausgereiften, die ich über den Tag verteilt häufig habe:
Parkour für psychisch Kranke. Um ihnen zu zeigen, dass sie in der Lage sind etwas zu leisten. Das auch sie lernen können, wie sie mit Hindernissen auch umgehen können, anstatt davor stehen zu bleiben und nicht mehr weiterzukommen.
Ich kotze.
Diäten-Wahn
Drama gefällig?
Sie dachten sich weiter, dass ein echt erlebtes Drama, das aber irgendwie doch nichts mit einem zu tun hat viel geiler ist, als eins im TV.
Und recht haben sie. Frei nach dem Motto: "Mitten drin statt nur dabei!":
Tanzverbot
Im Radio läuft heute die Diskussion: Pro oder Contra Tanzverbot.
Meine Meinung ist ganz klar gegen ein Tanzverbot aus folgenden Gründen:
- es ist mein Wochenende
- Staat und Kirche sollten getrennt sein
- ich find die Kirche und ihre Machenschaften sowieso völlig daneben, und wäre schon längst ausgetreten, wenn ich nicht zu faul wäre mir die Zeit zu nehmen um zum Bürgeramt zu laufen.

Im Radio sind dann Beiträge von fleißigen Hörern zu hören, die mitteilen, dass der Mensch an sich ja schon so stressige Berufe haben und man doch einfach mal innehalten sollte. Dem setze ich entgegen: Entschuldige mal?! Wer bist du denn, darüber zu entscheiden, was anderen gut tut und was nicht? So eine Aussage kann nur jemand treffen, der Montag - Freitag arbeitet und jedes Wochenende frei hat.
Menschen die im Schichtdienst mit Wochenendbeteiligung arbeiten haben oft nur an wenigen Wochenenden Zeit weg zu gehen und zu tanzen. Gut manche mögen das nicht und schieben lieber ne ruhige Kugel. Das ist okay so, aber das ist ein anderes Thema.
Ich habe jetzt mal wieder ein Wochenende frei. Es ist Ostern. Ich würde gerne feiern gehen. Aber es geht nicht. Innehalten kann ich an meinen anderen freien Tagen unter der Woche. Was soll das überhaupt sein?! Innehalten? Den Fokus auf die eigenen Bedürfnisse lenken und ausruhen?!
Sorry, wer das nicht im Alltag einbauen kann ist selbst Schuld und tut mir auch nicht leid. Ich brauche dafür keine kirchliche Verordnung.
(und der Vollständigkeit halber: natürlich freue ich mich über kirchliche Feiertage. Aber wenn die der Konsequenz halber abgeschafft werden würden, dann wäre auch das in Ordnung. Eben weil ich nicht hinter der Kirche stehe.)
Böse, böse Kohlehydrate
Landessportpark in progress
Die erste Nacht....
Jeder hat so sein erstes Mal. Und zwar immer wieder in den verschiedensten Dingen.
Ich habe auch gerade mal wieder eins. Es ist eines jener ersten Male die regelmäßig ungefähr einmal im Monat passieren. Nachtdienst.
Die erste Nacht des Nachtdienstes ist immer irgendwie schwierig. Und die verschiedensten Leute haben die verschiedensten Techniken um damit umzugehen:
Variante "Vorschlafen": Anders als der Name vermuten lässt, handelt es sich weniger darum möglichst viel Schlaf zu finden vor dem Nachtdienst, sondern vielmehr darum, die Nacht zuvor möglichst lange wach zu bleiben um dann tagsüber für den Nachtdienst "vorschlafen" zu können. Ich halte davon ziemlich wenig, weil mein Schlaf tagsüber ohnehin nicht so tief ist wie nachts und auch ständig irgendeiner klingelt, anruft, Löcher in die Wand bohrt und ein Kind bekommt direkt unter dem Schlafzimmerfenster einen Tobsuchtsanfall und die bildungsbürger-Mutti steht daneben und wartet bis das Kind fertig gebrüllt hat. Sehr angenehm. Und äußerst effektiv. Jedenfalls bringt mir diese Variante herzlich wenig und ich bezweifle allgemein die Wirksamkeit dieser Taktik, zumal bei den meisten auch irgendwie dazu zu gehören scheint, sich in der Nacht vor dem Nachtdienst ordentlich einen anzuzwitschern, damit man auch schön schlafen kann tagsüber.
Variante "Durchmachen": Geeignet für Workaholics die sich selbst in eine Psychose arbeiten möchten. Man hat sich dieses Vorgehen so vorzustellen, dass man am Abend vorher wie gewohnt zu Bett geht, morgens ausschläft oder wie gewohnt aufsteht. Und dann den Tag wie gewöhnlich verbringt. Einkaufen, Sport, Arbeiten, Lesen, Putzen. Was man eben so tut, den lieben langen Tag. Normalerweise fällt man abends dann mit einer wohligen Müdigkeit ins Bett. Aber der "Durchmacher" fährt dann zur Arbeit und holt das letzte aus sich raus um dann am nächsten Morgen mit den tiefsten Augenringen auf dem Heimweg beinahe einzuschlafen. Vorteil dieser Taktik: Der Schlaf nach der ersten Nacht ist vergleichbar mit dem eines Babys. Und ab der zweiten Nacht ist alles supi.
Die Variante "Durchmachen" findet übrigens häufiger den Einsatz nach der letzten Nacht, weil die Leute dann wieder am besten gleich und sofort in ihren Rhythmus wieder hineinkommen möchten. Allerdings sollte man in dieser Variante (egal ob vor oder nach dem Nachtdienst) keine Maschinen bedienen, wegen der ausgeprägten Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwäche.
Variante "Mittagsschlaf": Nun komme ich zu der von mir präferierten Variante: Am Abend zuvor normal zu Bett gehen & ausschlafen. Beschäftigung mit den Aktivitäten des täglichen Lebens und ab 16:00 dann ins Bett für drei Stunden. Meistens funktioniert das recht gut. Ungünstig ist es, wenn man vergisst sein Handy auf lautlos zu stellen um dann 45min vor dem Wecker wach zu sein und sich um eben jene 45minuten betrogen zu fühlen. Das faszinierende daran: Diese 45 fehlenden Minuten fühlen sich an wie gar nicht geschlafen.
Was allen Varianten gleich ist: Die Hoffnung und der starke Glaube daran dass in der zweiten Nacht alles besser ist. Aber jetzt gerade ist es halb eins und ich weiß nicht wie ich die nächsten 6 Stunden überleben soll.






